Über das Ferienlager

„Jüdisches ArtEck“ ist ein internationales Jugendcamp, das seit 2006 jährlich 70 Kindern aus jüdischen und nichtjüdischen Familien, welche in verschiedenen Ländern (Russland, Deutschland, Israel, Ukraine, Weißrussland, Lettland, USA, Luxemburg, Großbritannien, Dänemark, Frankreich u.a.) leben, kreativen und informativen Urlaub bietet.

Das „Jüdische ArtEck“

  • bringt den Teilnehmenden Kultur, Tradition und Geschichte des Jüdischen Volkes näher,
  • fördert die Bildung einer jüdischen Identität bei der heranwachsenden Generation,
  • unterstützt den Erhalt der russischen Sprache bei den Kindern und Enkeln von Auswanderern aus der ehem. UdSSR,
  • fördert Kreativität in verschiedenen Bereichen der Kunst.

Das Konzept des „Jüdischen ArtEcks“ basiert auf den Überzeugungen des großen Pädagogen und Humanisten Janusz Korczak: Respekt gegenüber Kindern, die Einheit von Theorie und Praxis, die Gleichberechtigung von Kindern und Erziehern, die Formierung des Verantwortungsbewusstseins, eine Erziehung in kreativer Zusammenarbeit und Vermittlung von Geschichte durch Kunst.

Kreatives Schaffen

Im „Jüdischen ArtEck“ hat jede/r die Möglichkeit, sich mit seiner/ihrer Herzensangelegenheit zu befassen: musikalische Improvisationen, Sessions im Theaterstudio, experimentelle Herangehensweisen in der bildenden Kunst, Startups im medialen Bereich, aber auch Tanzen, Singen und Handwerk. Und das alles im fröhlichen Miteinander mit Gleichaltrigen und Freude an der Zusammenarbeit.

Neues Wissen

Ein unabdingbarer Bestandteil des „Jüdischen ArtEck“ ist die Freude an neuen Erkenntnissen und an Wissen, das anhand individueller und gemeinsamer Suche nach Antworten auf entstehende Fragen gewonnen wurde. Kreatives Forschen und Treffen mit interessanten Persönlichkeiten helfen den Jugendlichen, ihre Wurzeln zu finden und neue Seiten ihrer Geschichte aufzuschlagen. Hierbei bildet sich ihre kulturelle Identität.

Freizeit

Das Sommerferienlager bietet vielseitige Freizeitbeschäftigungen an: Baden im See, Bootsfahrten, Tischtennis, Kletterpark, Basketball, Fußball, nächtliches Lagerfeuer, Grillen etc. Quizrunden, Turniere und Spiele, die von den Madrichim (Jugendleiter/innen) und Chanichim (Teilnehmende) durchgeführt werden, führen zu stärkerem Zusammenhalt und gegenseitigem Verständnis der Teilnehmer.

Exkursionen

Es ist vollkommen unmöglich, sich mit der jüdischen Kultur und Geschichte zu befassen, während man im eigenen Zimmer sitzt. Man muss sie sehen und fühlen. Berlin ist eine Stadt mit 700-jähriger jüdischer Geschichte. Viele Stadtteile Berlins sind durch jüdische Kultur geprägt. Straßen und Häuser der Stadt sind Zeugen sowohl der tragischen Ereignisse als auch der strahlenden Abschnitte der jüdischen Geschichte und Kultur. Wir bieten unseren Teilnehmenden interaktive Exkursionen in Berlin an, die den Besuch des Jüdischen Museums und eine Tour zu Fuß durch das Jüdische Viertel und andere Orte, die mit der jüdischen Geschichte entsprechend unserer Themenwahl zu tun haben, beinhalten, sowie die Besichtigung des Brandenburger Tores, des Reichstags und anderer kulturell und architektonisch bedeutender Orte. „ArtEcker/innen“ besuchen Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte und unterschiedliche Freizeitangebote.

Traditionen

Der Begriff „Tradition“ hat für jeden, der schon einmal beim „ArtEck“ mitgemacht hat, viele Bedeutungen. Da sind unter anderem eine sehr familiäre Atmosphäre unserer Zusammenkunft und die gemeinsame Zeit am „Shabbatsamstag“ und das Kennenlernen jüdischer Bräuche. Außerdem entstehen genau hier die „ArtEck-eigene“ Traditionen, welche von den Teilnehmenden sicher gewahrt und weiterentwickelt werden. Unter ihnen zum Beispiel das „Hanih LeHanih“, welches die „Artecker/innen“ eigenständig durchführen, das gemeinsame Foto vor dem Reichstag in Berlin, internationaler Humorwettbewerb und viele andere.

Location und Unterkunft

Das Camp wird auf einer Halbinsel, ca. 60 km von Berlin entfernt, durchgeführt. Der ökologisch saubere See ermöglicht Baden, Schwimmen und Bootsausflüge. Der gut ausgestattete Sportplatz wird für verschiedene Sportarten genutzt. Die Teilnehmenden wohnen in Drei- bis Vierbettzimmern in einem Dreigeschoßhaus. Sämtliche Bedürfnisse werden abgedeckt.

Essen: Vier Mahlzeiten täglich, koscher style